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Sportplatz Storkower Straße

Die Spiele in der Storkower Straße führen unsere Gäste aus dem Prenzlauer Berg heraus in den angrenzenden Bezirk Lichtenberg. Obwohl nur wenige Kilometer entfernt, ist doch sofort ersichtlich, dass dieser Ort eine ganz andere, eigene Geschichte hat.

Von dem rapiden Wachstum der Metropole Berlin nach der kleindeutschen Reichsgründung 1871 zeugen hier nur die gegenüber dem Hockeyplatz auf der anderen Seite der Straße gelegene Ringbahn (S-Bahn) und die Überreste des anliegenden, ehemaligen zentralen Viehhofes. Der Zentralviehhof wurde 1883 nach langer Vorlaufzeit fertig gestellt. Nun hatte die prosperierende Metropole auf knapp 50 Hektar Fläche endlich eine Anlage, in der das Vieh geschlachtet, verarbeitet, gekühlt und weiter transportiert werden konnte, insbesondere unter hygienischen Gesichtspunkten eine spürbare Verbesserung für die Hauptstädter. Bereits im ersten Jahr wurden hier gut 1,3 Millionen Tiere verarbeitet. Die Geschichte des Zentralviehhofs reicht bis ins Jahr 1991, in dem der Betrieb endgültig eingestellt wurde.

Im Zuge der Olympiabewegung entstand im nördlichen Teil des Areals das Velodrom. Im Kerngebiet um den heutigen S-Bahnhof Storkower Str., ehemals S-Bahnhof Zentralviehhof, sollen nun exklusive Townhouses errichtet werden. Um zu Fuß den Zugang zum Viehhof zu ermöglichen wurde vom nebenliegenden Friedrichshainer Stadtquartier zum S-Bahnhof eine Fußgängerbrücke errichtet, die bis 1940 in die andere Richtung zur heutigen Storkower Str. hin verlängert wurde. In den 1970er Jahren entstand nach einer abermaligen Verlängerung die mit 505 Metern längste Fußgängerbrücke der Welt, in der DDR auch „Langer Jammer“ genannt, die den Friedrichshain und den Viehhof mit dem Fennpfuhl, der ersten zusammenhängenden Plattenbausiedlung der DDR verband.

Die Anlage der Schule und des Sportplatzes an der Storkower Str. erfolgte in den späten 1970er Jahren im Zuge des Ausbaus des Fennpfuhl. Das Schulgebäude wird heute aufgrund fehlenden Bedarfs kaum noch genutzt, die Sportanlage hingegen wurde im Jahr 2005 komplett saniert und zum Hockeyplatz umgebaut. Hier ist nun der beste und modernste Hockey-Kunstrasenplatz im Ostteil der Stadt entstanden. Seitdem zu Beginn dieses Jahres auch die Sanierung des anliegenden Gebäudes abgeschlossen wurde, ist er auch zu einer attraktiven Spielstätte beispielsweise für die Heimspiele der 1. Herren geworden. Im Rahmen des Lenzturniers wird die noch junge Hockeyanlage mit den Finalspielen am Sonntag einen ihrer ersten großen sportlichen Highlights erleben können.

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